Dusan Drazic, vom Opfer zum Meister
Kampfkunst als Lebensschule, seit 1969

Mein Name ist Dusan Drazic. Meine Geschichte beginnt 1969. Ich war 8 Jahre alt, schmächtig und ein leichtes Ziel. In der Schule wurde ich gemobbt und geschlagen. Ich hatte keine Wahl, ich musste mich schützen. Also begann ich Judo. Nicht aus Spaß. Aus Notwendigkeit.
1973 kam der Wendepunkt: Die Filme von Bruce Lee weckten in mir eine Leidenschaft, die mein Leben verändern sollte. Ich entdeckte Wing Chun, in einer Zeit, in der es in Deutschland kaum Schulen gab. Ich trainierte, suchte, lernte. Und ich wurde geprüft, nicht im Dojo, sondern draußen, auf der Straße.
Die 70er und 80er waren hart. Ich sah jung aus, oft viel jünger als ich war. Das machte mich zum Ziel. Drei, vier, manchmal sechs Leute gegen mich. Ich lernte schnell: Echte Selbstverteidigung ist nicht elegant, sie ist ehrlich. Nur das, was wirklich funktioniert, zählt.
Heute, mehr als ein halbes Jahrhundert später, unterrichte ich immer noch. Doch mein Weg war kein einfacher Aufstieg. Es war ein Kampf um Selbstbestimmung. Aus dem Opfer wurde der Meister.
Mein Ansatz: Kampfkunst als Lebensstrategie
Ich habe gelernt: Kampfkunst ist mehr als Technik. Sie ist ein Werkzeug für Klarheit, Disziplin und Selbstvertrauen.
Deshalb habe ich das Martial Mastery Prinzip entwickelt:
80% traditionelle Kampfkunst, die seit Jahrhunderten funktioniert.
20% moderne Pädagogik, Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung.
So entsteht ein System, das Schüler nicht nur körperlich stark macht, sondern auch mental.
Meine Mission
Ich weiß, wie es sich anfühlt, schwach und hilflos zu sein. Darum helfe ich heute Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die gleiche Transformation zu erleben, die ich selbst gegangen bin:
- Vom Opfer zum Beschützer.
- Vom Unsicheren zum Selbstbewussten.
- Vom Hilflosen zum Meister über das eigene Leben.
Warum du mir vertrauen kannst
Ich habe das Unterrichten gelernt, bevor ich Kampfkunst unterrichtet habe.
Drei Jahre Ausbildung zum Tanzlehrer, danach ein Jahr zum Tanzsporttrainer. Lehrmethoden, Didaktik, Pädagogik, Sportanatomie, Ernährungswissenschaft, Sportpsychologie. Das ist der Grund, warum ich mit einem Achtjährigen anders rede als mit einem Erwachsenen.
Zwölf Jahre Tanzlehrer, über 20.000 Schüler.
Montag bis Samstag, Kurse mit hundert Leuten im Saal. Wer zwölf Jahre lang jede Woche vor so vielen Menschen steht, weiß, wie man eine Gruppe führt. Kampfsport habe ich in dieser Zeit samstagvormittags unterrichtet, drei Stunden am Stück, rund 60 Schüler gleichzeitig.
Ich bilde die aus, die selbst unterrichten.
Trainer und Lehrer für Ving Tsun, Fachtrainer für Kinderkampfsport, Kickboxtrainer, Trainer für Selbstverteidigung. Wer aus dem Kampfsport kommt, bringt die Technik schon mit. Mit Kindern umgehen kann er deswegen noch lange nicht. Dafür braucht es Pädagogik, Didaktik und Psychologie. Genau das bringe ich meinen Trainern bei.
Ving Tsun aus der Linie von Wong Shun Leung.
1989 habe ich Attilio Reale kennengelernt. Er hatte vier Jahre in Hongkong gelebt und war insgesamt 16 Jahre Schüler von Wong Shun Leung. Wong Shun Leung habe ich später bei einem Seminar in München selbst erlebt. Ein echter Kämpfer, der praktisch argumentiert hat. Das hat mein Ving Tsun stark verändert.
Ich weiß, wie sich ein echter Angriff anfühlt.
Das ging bis Mitte vierzig. Als Jugendlicher und in meinen Zwanzigern oft, später immer seltener. Ohne Schutzausrüstung, ohne Matte, ohne Schiedsrichter. In der jugoslawischen Armee habe ich Nahkampf unterrichtet. Daher weiß ich, was im Ernstfall hält und was nur im Training gut aussieht.
Ich habe ein eigenes System gebaut.
Real Self Defense, kurz RSD. Angewendet habe ich es schon Ende der Siebziger, den Namen bekam es 1981. Techniken hat jede Kampfkunst, das ist das Handwerkszeug. Der Unterschied liegt in der Annahme: Wer sich einen Angriff ausdenkt, den es so nie gibt, übt eine Abwehr, die er so nie ausführen kann. Und wer selbst nichts erlebt hat, merkt genau das nicht. Bei RSD kommt jede Technik aus einer Situation, die wirklich vorkommt. Verzahnt mit meinem Ving Tsun. Ich lege den Lehrplan fest, ich bilde die Trainer aus, ich nehme die Prüfungen ab.
Was ich von Graden halte.
Wenig. Der dpa habe ich das 2008 so gesagt: „Ein Diplom sagt noch lange nichts aus.“ Dabei bleibe ich. Schau dir das Training an und entscheide selbst, ob es zu dir passt. Das erste Mal kostet dich nichts.
Mein Weg
Zwischendurch die zwölf Jahre als Tanzlehrer. Die stehen hier, weil ich dort unterrichten gelernt habe.
Aus allem zusammen ist mein eigenes System entstanden. Ich bin der Begründer des Real Self Defense, kurz RSD, und Großmeister dieses Systems. Es ist mit meinem Ving Tsun verzahnt. Dazu die Programme, die ich selbst aufgebaut habe: Selbstverteidigung für Frauen, die Kinderprogramme von den Tiny Tigers bis zu den Kung Fu Kids, und die Trainerausbildung.
Meine Schüler
Viele von ihnen unterrichten heute selbst oder führen eine eigene Schule. Zwei davon:
Daniel Ruzicka · VT Boxers München
Daniel hat 2007 bei mir angefangen und ist mehrere Jahre geblieben. Danach ist er weiter, zu acht Lehrern der Wong-Shun-Leung-Linie, nach Australien, Malaysia und Hongkong. Heute unterrichtet er selbst in München.
Gerhard Goller · Frauen-Selbstverteidigung München
Gerhard kam aus dem Zolldienst und wusste, wovon er redet. Bei mir hat er seine Trainerlizenz für Selbstverteidigung gemacht. Heute unterrichtet er Frauen in München.
Presse und Interviews
Über meine Arbeit wurde berichtet, lange bevor es diese Seite gab. Was davon heute noch online steht:
11. April 2020 · Medientraining-Institut, DIKT Experten-Talk
Kampfsport-Unternehmer Dusan Drazic, mit Online- statt Präsenzunterricht durch die Krise
Im Gespräch mit Dr. Nikolai A. Behr darüber, wie ich den Unterricht innerhalb weniger Tage ins Netz verlegt habe, als die Schule schließen musste.
10. November 2016 · Bayerischer Rundfunk, BR24, Das Fitnessmagazin
Selbstbewusst auftreten und sich wehren: Selbstverteidigung für Frauen
Der BR war bei einem Selbstverteidigungskurs für Frauen im Martial Arts Center zu Gast. Im Beitrag steht, dass ich das Martial Arts Center damals seit fast 30 Jahren betreibe.
17. Mai 2010 · Süddeutsche Zeitung, München
Dusan Drazic, die Angst loslassen
Ein Porträt von Lisa Sonnabend über meine Arbeit in Haidhausen und darüber, wie Menschen lernen, ihre Angst loszulassen.
9. Juli 2008 · Deutsche Presse-Agentur (dpa)
Selbstverteidigungskurse sind mehr als Kampfkunst
Die dpa hat mich für diesen Text von Angelika Röpcke als Fachquelle befragt. Mein Satz darin gilt bis heute: „Ein Diplom sagt noch lange nichts aus.“ Der Text lief über die Agentur, hier in der Fassung der Mitteldeutschen Zeitung.
Dein nächster Schritt
Kampfkunst hat mein Leben verändert. Sie kann auch deins verändern. Egal, ob du Selbstvertrauen gewinnen, dich schützen oder einfach stärker werden willst, der erste Schritt ist einfach:
Dusan Drazic, Jahrgang 1961
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